Hegerichtlinien
Kriterien für die Hege und Bejagung
des Schalenwildes – Rotwild
Rotwild
| AK | Alter | Abschussanteil ♂ | Abschussanteil ♀ | Geweihgewicht | Geweihtyp Mindestanforderungen |
|---|---|---|---|---|---|
| 0 | Kälber | 35-40 % | 40% | ||
| 1 | 1 | 10-20 % | 10 % | Spießer: Spießlänge Lauscherhöhe Bastgeweihe im Juni und Juli = 5 cm |
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| 2 | 2 | 20 - 30 % | 50 % | 2 kg | Achter: Gabelendenlängen 7 cm je Ende beidseitig |
| 3+4 | 2,75 kg | Zehner: beidseitige Krone Kronenendenlänge 7 cm je Ende |
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| 3 | 5 | 0 - 20 % | 3 kg | Zehner: beidseitige Krone Kronenendenlänge 7cm je Ende |
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| 6+7 | 4,5 kg | Zwölfer: beidseitige Krone Kronenendenlänge 10 cm je Ende |
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| 8+9 | 5,5 kg | Zwölfer: beidseitige Krone mit je 4 Enden Kronenendenlänge 10 cm je Ende |
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| 4 | ab 10 | 0 - 20 % | 5,5 kg | Vierzehner: beidseitige Krone mit je 4 Enden Kronenendenlänge 10 cm je Ende |
Unabhängig vom Altersplan sind zu erlegen:
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ab dem 01.08. alle Spießer mit <10 cm Spießerlänge
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Schmaltiere unter 40 kg Erlegungsgewicht
- Übererfüllung in der AK 1 sind in der AK 0 auszugleichen. Die Schmaltiere unter 40 kg sind mit dem gesamten Wildkörper dem Sachverständigen vorzustellen
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Hirsche mit fehlender, aber nicht abgebrochener Aug- oder Mittelsprosse
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Hirsche mit Geweihabnormitäten
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als Hegeabschuss gelten kümmerndes und sichtbar schwerkrankes Wild und überalte Hirsche (Alter >16, Geweihgewicht < 5,5 kg, zurückgesetzt)
30 Abs. 10 LJagdG Bbg. (Meldepflicht) bleibt unbenommen
Weitere wichtige Vorgaben:
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In der AK 0–2 dürfen max. 80 % der Hirsche erlegt werden.
- freiwillige Abschussbeschränkung bei Spießer, offen ab 1. Juli
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In der AK 3+4 dürfen nur 50% des Abschusses in der Güteklasse 1a (mindestens Vierzehnender mit beidseitiger Krone) erlegt werden,
bei ungraden Abschusszahlen muss der Ausgleich im darauffolgendem Jahr erfolgen.
Bestands- & Abschussplanung:
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Zielbestand: ist örtlich festzulegen und sollte sich zwischen 1,0 und 2,5 Stücken Rotwild je 100 ha Rotwildbezugsfläche bewegen
- Zielalter: Hirsche 12 Jahre, Kahlwild 10 Jahre
- GV: 1:1
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Zuwachs: ca. 75 % des durchschnittlich festgestellten weiblichen Wildes
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Abschussverhältnis (GV): von 40:60 bis 50:50 (abhängig vom erreichten GV)